Abstimmung vom 8. März 2026
Die Bevölkerung von Meisterschwanden hat die Steuerfusserhöhung deutlich abgelehnt. Nun wird an der Gemeindeversammlung vom 6. Mai 2026 erneut über ein mit bestehendem Steuerfuss revidiertes Budget abgestimmt.
Dieses Resultat ist kein Nein zu notwendigen Investitionen oder zum Gemeindeleben.
Es ist ein klares Ja zu:
• Transparenz
• nachvollziehbaren Zahlen
• einer nachhaltigen Finanzstrategie
Diese Seite dient der Dokumentation.
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Warum wurde überhaupt abgestimm?
An der Gemeindeversammlung vom 13.11.2025 wurde der Steuerfuss im Rahmen des Budget-Traktandums von 60 % auf 70 % erhöht.
Diese Erhöhung war nicht als Traktandum angekündigt.
Für viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ändert dies die Ausgangslage entscheidend:
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Der Steuerfuss war vor wenigen Jahren bewusst auf 60 % gesenkt worden.
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2024 wurde eine Steuerfusserhöhung von der Bevölkerung abgelehnt.
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Ohne separate Traktandierung bestand für viele kein Anlass, eine erneute Erhöhung zu erwarten oder gezielt an der Versammlung teilzunehmen.
Das Referendum wurde erfolgreich ergriffen, damit nun die gesamte Bevölkerung über diese grundlegende Richtungsentscheidung abstimmen kann.
Eine so wichtige finanzpolitische Entscheidung braucht eine transparente und nachvollziehbare Entscheidungsgrundlage. Das ist nicht politisch, sondern staatspolitisch.
Unsere Haltung - klar und konstruktiv
Wir sind nicht gegen Investitionen.
Wir sind nicht grundsätzlich gegen Steueranpassungen.
Wir sind für:
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Transparenz
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Kostenkontrolle
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nachhaltige Finanzführung
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strukturierte Planung
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schrittweises Vorgehen
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offene Diskussion von Alternativen
Ein Nein bedeutet nicht Blockade, sondern: erst verstehen – dann entscheiden.
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Aktuelle Finanzkennzahlen im Überblick
• Die Steuererträge bleiben auch bei einem Steuerfuss von 60 % stabil. Es besteht kein strukturelles Einnahmenproblem.
• 2025 verfügt die Gemeinde über ein Nettovermögen von über 5,5 Millionen Franken.
• Das zentrale Problem sind nicht zu geringe Einnahmen, sondern die stark steigenden Ausgaben. Trotz geplanter Steuererhöhungen resultiert bis 2029 eine Nettoschuld von über 20 Millionen Franken.
• Bereits für 2029 ist ein Steuerfuss von 80% vorgesehen – ein Drittel höher als heute.
Offener Brief an den Gemeinderat -
Freunde der FDP
In diesem offenen Brief (PDF) an den Gemeinderat thematisieren die Freunde der FDP im Zusammenhang mit dem Referendum wichtige Punkte und Fragen, deren Klärung und Behandlung für eine gesunde Finanzstruktur der Gemeinde zwingend sind.
70% lösen die strukturellen Probleme nicht
Eine Erhöhung um 10 Prozentpunkte ist gemeindehistorisch bereits ein sehr grosser Schritt.
Sie ist nicht moderat, sondern:
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eine abrupte Mehrbelastung für Haushalte und Unternehmen
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ein klarer Bruch mit der bisherigen Steuerstrategie
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ein starkes Signal an bestehende und potenzielle Steuerzahler
An der Gemeindeversammlung wurde eine Finanzplanung bis 2030 gezeigt, die einen Steuerfuss von bis zu 95% vorsieht.
Das bedeutet: +35 Prozentpunkte innerhalb weniger Jahre.
Diese Perspektive verändert die Bewertung der aktuell zur Diskussion stehenden 70% grundlegend.
Risikoanalyse: Steuerfussspirale statt Stabilität
Ohne sorgfältige Planung entstehen reale Risiken:
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Abwanderung einkommensstarker Steuerzahler
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sinkende Steuerbasis bei gleichzeitig steigenden Kosten
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erneute Defizite trotz höherem Steuerfuss
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weiterer Erhöhungsdruck
Je nach Abwanderungs- und Demografieentwicklung kann dies dazu führen,
dass Steuerfüsse von 100–120% nötig würden, um die gleiche Einnahmenbasis zu halten.
Diese Szenarien sind keine Behauptungen, sondern Risiken, die bei Steuerfüssen von 80–95 % zwingend geprüft werden müssen.
Genau diese Prüfung fordern wir.
Klartext zum Budget 2026
Das mit erhöhtem Steuerfuss vorgelegte Budget 2026 zeigte:
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ein weiterhin negatives operatives Ergebnis
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steigende Nettoverschuldung pro Einwohner
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einen sehr tiefen Selbstfinanzierungsgrad bei hohen Investitionen
Klar festzuhalten ist:
70 % lösen die strukturellen Probleme weder kurz-, mittel- noch langfristig.
Ohne Struktur- und Kostenreformen bleibt der Erhöhungsdruck bestehen.
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Grossprojekte im Zusammenhang mit der Steuerplanung
Grosse Investitionen sind nicht isolierte Einzelentscheide – sie beeinflussen direkt die zukünftige Steuerbelastung der gesamten Bevölkerung.
Aus den Abstimmungsunterlagen lässt sich ableiten, dass das gesamte kommunale Steuersubstrat bei 100 % Steuerfuss in einer Grössenordnung von rund CHF 12–12.5 Mio. pro Jahr liegt.
Vor diesem Hintergrund wird deutlich:
Ein einzelnes Projekt von CHF 25 Mio. entspricht damit mehr als zwei vollen Jahressteuererträgen bei aktuellem Steuerfuss – noch ohne Zins-, Betriebs- und Folgekosten.
Solche Investitionen stellen damit einen wesentlichen Treiber der zukünftigen Steuerfussentwicklung dar.
Gerade bei einer Finanzplanung mit vorgesehenen Steuerfüssen von bis zu 95 % ist es deshalb unerlässlich:
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Projekte im Zusammenhang mit der Gesamtsteuerstrategie zu betrachten
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Varianten, Etappierungen und Redimensionierungen zu prüfen
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Szenarien zur langfristigen Steuerbelastung transparent darzustellen
Nur so können Investitionsentscheide verantwortungsvoll und nachvollziehbar getroffen werden.
Fact-Check zur Turnhalle im PDF und weiter unten.
Fact-Check: Turnhalle und Budget
Im aktuellen Budget sind allgemeine Mittel für den laufenden Unterhalt von Gebäuden vorgesehen.
Eine konkrete Investition oder Übergangssanierung für das Turnhallendach bis zu einem möglichen Ersatzneubau ist jedoch nicht explizit ausgewiesen.
Da sich ein Ersatzneubau erst in frühen Projektüberlegungen befindet, ist davon auszugehen, dass noch mehrere Jahre bis zu einer Umsetzung vergehen werden.
Bis dahin braucht es zwingend eine klare Strategie für:
• den regulären Unterhalt
• notwendige Übergangsmassnahmen
• die Sicherstellung eines sicheren Schul- und Sportbetriebs
Schäden durch Dritte, beispielsweise durch Bauarbeiten, sind Haftungsfälle und müssen unabhängig vom Budgetprozess behoben werden.
Ebenso sind Notreparaturen jederzeit umzusetzen und stehen in keinem Zusammenhang mit der Abstimmung oder dem Steuerfuss.
Die Abstimmung betrifft somit nicht die Behebung einzelner Schäden, sondern eine grundsätzliche finanzpolitische Weichenstellung.
Zuerst Struktur und Transparenz
Vor einer dauerhaften Erhöhung braucht es:
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Organisations- und Prozessreview der Verwaltung
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Prüfung der Auslagerung von Teilaufgaben (Effizienz, Kooperationen)
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Priorisierung und Etappierung von Investitionen
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Variantenvergleiche mit Total Cost of Ownership
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messbare Einsparziele
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transparente Berichterstattung (Finanz-Cockpit)
Ohne diese Grundlagen wird jede Steuererhöhung zur Dauerlösung.
Sachliche Analyse der Aussagen der FiKo
Einnahmenproblem-Mythos
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Die Gemeinde hat ein Einnahmenproblem
Aussage Finanzkommission
Die Steuererträge bleiben auch bei 60 % stabil. 2025 verfügt die Gemeinde über ein Nettovermögen von über 5,5 Mio Franken. Ein strukturelles Einnahmenproblem ist nicht ersichtlich.
«Erhöhung stabilisiert»
Heading 5
Die Steuerfusserhöhung stabilisiert den Haushalt
Aussage Finanzkommission
Trotz geplanter Steuererhöhungen resultiert laut Finanzplanung bis 2029 eine Nettoschuld von über 20 Mio. Franken. Höhere Steuern allein lösen die strukturellen Probleme nicht.
«Dringlichkeit / sofort handeln»
Heading 5
Ein rascher Entscheid ist nötig
Aussage Finanzkommission
Eine nachhaltige Finanzplanung erfordert Szenarien, Varianten und Sparziele. Diese wurden der Bevölkerung bisher nicht transparent vorgelegt.
Steuerfuss-Erhöhung als Einzelfall
Heading 5
Es geht nur um eine moderate Erhöhung auf 70 %
Aussage Finanzkommission
Die Finanzplanung zeigt bereits heute eine Entwicklung bis 80 % und perspektivisch bis 95 %. Es geht um die langfristige Steuerstrategie, nicht nur um 10 Prozentpunkte.
Grossprojekte / Schulhaus
Heading 5
Investitionen sind alternativlos
Aussage Finanzkommission
Beim Schulstandort Eggen steht ein Ersatzneubau von rund 25 Mio. Franken im Raum. Sanierungs- oder Etappierungsvarianten wurden bisher nicht unabhängig geprüft oder mit klaren Budgetlimiten hinterlegt.
Ursachenanalyse
Heading 5
Kostenanstieg ist extern bedingt
Aussage Finanzkommission
Das Budget zeigt vor allem steigende Ausgaben. Ohne Priorisierung, Effizienzprüfung und mögliche Auslagerungen bleibt der strukturelle Kostendruck bestehen.
Fazit:
Die Argumentation erklärt den Status quo –
sie zeigt jedoch keinen nachhaltigen Weg auf.
FAQ - Was passiert bei einem Nein?
Werden Pflichtaufgaben bei einem Nein gefährdet?
Nein. Gesetzlich notwendige Ausgaben bleiben gesichert.
Bestimmt bei einem Nein der Kanton den Steuerfuss?
Nein.
Kommt es bei einem Nein zu einem Stillstand?
Nein. Das Budget wird überarbeitet und neu beschlossen.
Sind wir bei einem Nein gegen Schule oder Infrastruktur?
Nein. Wir sind für die beste Lösung und eine transparente Planung.
Ist bei einem Nein jede Steuererhöhung ausgeschlossen?
Nein. Aber sie soll schrittweise, begründet und messbar erfolgen.

